Helge Andratzek   |   Wackersdorfer Str. 73   |   92421 Schwandorf   |   Tel.: 09431 85 53   |   Fax: 09431 43 86 2   |   info@bbi-gutachter.de

Aktuelles

02.06.2020Schiedsgutachten – Konfliktlösung auf dem „Kleinen Dienstweg“

Leider kommt es immer wieder vor, dass die Vorstellungen von Auftraggeber und Auftragnehmer über eine Leistung nicht gleich sind. Wie viele Fugen darf ein Parkett haben und wie groß dürfen diese sein? Was liegt in der Toleranz? Wurde ich richtig beraten?

Gerade bei Neubauten oder Sanierungen entstehen immer wieder Diskussionen über die Werkleistungen und Ausführungen, welche leider viel zu schnell und viel zu häufig bei Gericht landen.

Dieser Weg ist meistens sehr langwierig und mit immensen Kosten verbunden, der Ausgang endet häufig mit einem Vergleich. Hier kann und darf ein anderer Weg nicht vergessen werden: Das Schiedsgutachten.

Diese Möglichkeit wird leider viel zu wenig genutzt, die Gerichte stehen vor einem riesigen Berg von Verfahren.

Gerne möchten wir Sie kurz über diese Möglichkeit informieren; als kleiner Hinweis sozusagen, dass es neben dem Anwalt und dem Gerichtsweg noch andere Arten der Einigung geben kann.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung.

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Schäden erkennen, dokumentieren und beweisen
Wenn es um Schäden an Gebäuden oder Gebäudebestandteilen geht, ist schnelles, fachkundiges Handeln essentiell: Es gilt, Folgeschäden zu minimieren und den Schaden zuverlässig zu analysieren, so dass die Schadensursachen genau bestimmt werden und die Schadensbeseitigung konzeptionell erfasst werden kann.

Die Ermittlung des Schadens, die Beurteilung zum Vorliegen von Mängeln und der Schadensursache, sowie die konzeptionelle Beschreibung zur Beseitigung vorhandener Mängel, stehen bei der Begutachtung im Vordergrund. Wir unterstützen Gerichte und Rechtsanwälte sowie Firmen und Privatpersonen. Für Versicherer begutachten wir Gebäudeschäden, welche die Bereiche Sach-, Gebäude- und Haftpflichtversicherung betreffen.

DAS SCHIEDSGUTACHTEN – eine Alternative zum Gerichtsweg


Ziel und Aufgabe eines Schiedsgutachtens

1. Ziel des Schiedsgutachtens ist es, Meinungsverschiedenheiten von Vertragsparteien über den Inhalt, die Auslegung oder die Anpassung eines Vertrages durch einen unabhängigen, unparteiischen und fachlich kompetenten Sachverständigen verbindlich klären zu lassen. Der Gang zum Gericht soll dadurch vermieden werden, bleibt aber unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

2. Aufgabe des Schiedsgutachters ist es, im Rahmen eines Rechtsverhältnisses für die Vertragsparteien zweifelhafte oder umstrittene Punkte zu klären. Gegenstand kann dabei im Grundsatz alles sein, was sich durch Sachverständige begutachten lässt und nicht gegen zwingende gesetzliche Normen verstößt.


Beispiele für gutachterliche Tätigkeiten:

• Schadens- Tatsachengutachten:
Die Parteien beauftragen den Schiedsgutachter, um tatsächliche Zustände, Schäden und Unregelmäßigkeiten von Warenlieferungen oder Werksleistungen zu beurteilen, sowie Abrechnungsdifferenzen aufzuklären und Geschehensabläufe zu rekonstruieren, Ursachenzusammenhänge zu analysieren und das Ausmaß von Schäden festzustellen.

• Wertgutachten:
Die Parteien beauftragen den Schiedsgutachter, den angemessenen Kauf- oder Marktpreis einer Ware, den Verkehrs- oder Beleihungswert eines Grundstücks oder den Wert einer Arztpraxis oder eines Unternehmens festzustellen.

• Anpassungsgutachten:
Die Parteien beauftragen einen Schiedsgutachter, den Erbbauzins, die vereinbarte Miete oder eine andere wiederkehrende Leistung im Rahmen eines Dauerschuldverhältnisses anhand eines vertraglich vorgegebenen bestimmten oder bestimmbaren Maßstabs den veränderten wirtschaftlichen Verhältnissen anzupassen.

Wie läuft ein Schiedsgutachten ab?


Form und Inhalt der Schiedsgutachtenvereinbarung
Werden sich Vertragsparteien über Unstimmigkeiten wie z. B. Sachmängel bei Kauf- oder Werkvertrag; Feststellung von Bauschäden anlässlich der Bauabnahme etc. nicht einig, wollen aber den zeit- und kostenaufwendigen Gang zum Gericht vermeiden, können die Parteien die Einschaltung einer fachkundigen und neutralen Person (öffentlich bestellter Sachverständige) vereinbaren, der den umstrittenen Sachverhalt für beide Vertragspartner verbindlich feststellt.

Eine solche Vereinbarung für den Fall des Streits bezeichnet man als Schiedsgutachtenvereinbarung. Durch die Schiedsgutachtenvereinbarung verpflichten sich die beiden Vertragspartner, bestimmte Zweifels- und Streitfragen nicht vor die staatlichen Zivilgerichte zu bringen, sondern ihre Klärung einem Schiedsgutachter anzuvertrauen.

Entstehen Unklarheiten oder Meinungsverschiedenheiten über tatsächliche Umstände, die für die Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag wesentlich sein können, oder soll eine bestimmte Leistung geänderten wirtschaftlichen Verhältnissen angepasst werden, so soll ein Schiedsgutachten nach §§ 317 ff. BGB eingeholt werden. Beide Parteien konkretisieren vor der Beauftragung des Sachverständigen einvernehmlich den Streitgegenstand, zu dem der Sachverständige ein Schiedsgutachten erstellen soll, und geben ihm, falls erforderlich, Bewertungsmethoden und Entscheidungskriterien vor. Die in dem Schiedsgutachten getroffenen Feststellungen werden von den Parteien als verbindliche Grundlage zur Entscheidung des streitigen Sachverhaltes anerkannt.

1. Als Schiedsgutachter sollte ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger
    beauftragt werden, der von beiden Parteien einvernehmlich zu bestimmen ist.

2. Die Kosten des Schiedsgutachters tragen beide Parteien im Verhältnis zueinander.
    Hier können folgende Kostenaufteilungen vereinbart werden:

Teilung der Kosten
a) Die Parteien einigen sich darauf, die Kosten des Schiedsgutachters jeweils zu gleichen
    Teilen zu tragen, z. B. zwei Parteien beauftragen ein Schiedsgutachten, Aufteilung der
    Kosten jeweils 50 %

b) Die Kosten des Schiedsgutachtens trägt die nach den Feststellungen des Gutachters
    unterliegende Partei. Bei Teilunterliegen bestimmt sich die Verteilung der Kosten
    nach dem Verhältnis des jeweiligen Obsiegens oder Unterliegens.

Gegenüber dem Schiedsgutachter haften die Parteien gesamtschuldnerisch.


Was kostet ein Schiedsgutachten?
Es gibt keine verbindliche Gebühren- oder Honorarordnung für die Tätigkeit von Sach-verständigen als Schiedsgutachter. Die Honorare werden frei ausgehandelt, es sei denn auf bestimmten Spezialgebieten gibt es dafür besondere Vorschriften.

In der Regel rechnen die Sachverständigen nach Stundensätzen ab. Es können aber auch Pauschalhonorare vereinbart werden. Dazu gehört auch eine Vereinbarung über den eventuellen Ersatz von Auslagen (Hilfskräfte, Schreibkosten, Fahrtkosten, Übernachtung usw.) und die Zahlung eines Vorschusses.

Das Schiedsgutachten ist eine alternative zum Gerichtsweg, häufig schneller, immer günstiger!
 


11.07.2019Überprüfung der Rutschhemmung mittels Gleitmessgerät GMG 200
Überprüfung der Rutschhemmung mittels Gleitmessgerät GMG 200
Überprüfung der Rutschhemmung mittels Gleitmessgerät GMG 200

Mit dem Einsatz unserer neuen Messtechnik ist es möglich, die Rutschhemmung mittels Gleitmessgerät GMG 200 nachzuweisen
Mängelanzeigen- muss das sein?

Gefährdungsbeurteilung

Anlässe, eine Gefahrdungsbeurteilung durchzuführen sind
beispielsweise:

• beim Begehen als „rutschig“ erscheinende Zustände des
  Bodensystems;
• Ursachenprüfung bei Unfallen/ Beinaheunfällen;
• Vorher-/ Nachher- Prüfungen, bei vor Ort hergestellten Oberflächen
   oder nachträglicher Bodenbeschichtung, im Anschluss an eine
   Nachbehandlung oder bei der Optimierung des
   Reinigungsverfahrens;
• Soll-/ Ist- Vergleichsprüfungen zur Feststellung von Unterschieden
  zwischen dem Neuzustand und dem im Betrieb befindlichen Boden;
• Nutzungsänderung;
• Wirksamkeitskontrolle der getroffenen Maßnahmen

Analyse
Auswahl der Messtechnik
Es ist ein Messgerät auszuwählen, welches den Anforderungen der DIN 51131 entspricht
(siehe Abs. 5.1). In Bereichen, in denen definierte Sicherheits-, Schutz- und
Berufsschuhe zur Verfugung gestellt und getragen werden, kann die Messung mit
Gleitern aus diesem Schuhsohlenmaterial erfolgen. In allen anderen Bereichen
(z. B. öffentliche Bereiche) ist für die Messung der SBR -Gleiter nach DIN 51131 zu
verwenden.

Festlegung der Mess-Stellen
Es erfolgt eine Begehung der betrieblichen Bereiche, die von Personen benutzt
werden, mit dem Ziel, die kritischen Bereiche zu ermitteln. Die Anzahl und Lage der
Messstellen orientiert sich an:
• Bereichsgröße;
• Frequentierung, ggf. in Abhängigkeit der Personengruppe oder der Anzahl von
  Personen;
• Art, Menge und Häufigkeit der auftretenden gleitfördernden Stoffe;
• Anzahl der verschiedenen Bodenbelagszustande (Abnutzung, Beschichtungen,
  Bodenbelagsart, usw.).

Messung des Betriebszustands
Kritische Situationen beschreiben ungünstige Betriebszustande (siehe Tabelle 2).
Diese sind unter Berücksichtigung der im Betrieb auftretenden gleitfördernden
Stoffe und der Organisation der Reinigung zu ermitteln. Hierbei sind die Informationen
des Arbeitgebers/Betreibers und deren Arbeitsschutzorganisationen einzubeziehen.

Rechtsgrundlagen sind:

• Unfallverhütungsvorschrift „Grundsatze der Prävention“ (BGV/GUV-V A1) in Verbindung
   mit dem Arbeitsschutzgesetz: „§ 3 (1) Der Unternehmer hat durch eine Beurteilung der
   für die Versicherten mitihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen entsprechend zu ermitteln,
   welche Maßnahmenzur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und
   arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren erforderlich sind. § 3 (2) Der Unternehmer hat
   Gefährdungsbeurteilungen insbesondere dann zu überprüfen, wenn sich die betrieblichen
   Gegebenheiten hinsichtlich Sicherheit und Gesundheitsschutz verändert haben.“;

• Regel „Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr“
   (BGR/GUV-R 181) in Verbindung mit der Arbeitsstättenverordnung (§ 3 (1)
   und Anhang

1.5, Nr. 2): „Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass Arbeitsstätten den
Vorschriften dieser Verordnung einschließlich ihres Anhanges entsprechend so
eingerichtet und betrieben werden, dass von ihnen keine Gefährdungen für die Sicherheit
und die Gesundheit der Beschäftigten ausgehen. ... die Fußböden der Räume müssen rutschhemmend sein.“

Nutzen Sie unser messtechnisches Know-how bei der Gleitreibungsmessung
gemäß DIN 51131 und DIN EN 13893

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 


21.03.2019Was sind Mängel bei einem Parkettboden?

Häufig betrachten Kunden die Qualität von Holzfußböden aus dem Blickwinkel eines kurzbeinigen Haustieres.

So wird dann im Gegenlicht, sich auf alle Viere begebend, nach Unebenheiten, Fugen, Druckstellen, Höhenversätzen gesucht und daraus resultierend ein Mangel formuliert.

Unter Einbeziehung der allgemeinen, anerkannten Regeln der Technik und den Erläuterungen der ATV VOB DIN 18356 "Parkettarbeiten" sollen im Folgenden die Prüf und Abnahmebedingungen für Parkettböden beschrieben werden:
• Ein Fußboden ist nun mal kein Möbelstück. Er wird mit Füssen und Schuhen getreten und muss dementsprechend konstruiert werden um den Belastungen zu entsprechen.
• Anforderungen an die Oberfläche, wie sie bei Möbeln gelten, scheiden für Fußböden aus.
• Die Beurteilung der Oberfläche des Fußbodens geschieht in einer der Nutzung des Raumes entsprechender Haltung (dies bedeutet in der Regel einer aufrechten Haltung und im aufrechten Gang) bei diffusen Lichtverhältnissen.
• Schräglichteffekte, Auflichtbeleuchtungen und Lichtbrechungseffekte scheiden für die Beurteilung aus.
• Warentypische und materialbedingte Eigenschaften sind in der Ausführung aber auch Beurteilung zu berücksichtigen.
• Holz ist ein hygroskopischer Werkstoff, der sich seiner Umgebungsfeuchte anpasst und durch Dimensionsänderungen reagiert. Auch eine fach- und materialgerechte Verleimung der Nut- und Federverbindungen stellt keine absolute Abdichtung und so keinen absoluten Schutz gegen Feuchteeinwirkung von oben dar.
• Gegen aufsteigende Feuchte aus dem Untergrund ist der Boden durch den Einbau einer geeigneten Feuchtesperre zu schützen. Dementsprechend darf die Holz- oder Laminatoberfläche nur begrenzt mit Feuchtigkeit die durch das Reinigen der Flächen in die Fugen gebracht wird in Kontakt kommen. Dies ist insbesondere bei den heutigen leimfreien „Klickprofilen" besonders kritisch, insbesondere im Küchen- und Badbereich.
• Die ergänzende werksseitige Ausstattung der Laminate mit wasserabweisenden und quellungsverzögernden Mitteln wirkt dem Qellungsdruck nur begrenzt entgegen. Bedenkt man, das die alten Ägypter getrocknete Holzkeile, die in Spalten getrieben und angefeuchtet wurden, zum Spalten/absprengen von Steinquadern nutzten, kann man sich vorstellen welchen unbändigen Quelldruck Holz und Holzwerkstoffe entwickeln können.
Weitere Infos auch hier 

Dem Bewegungsdrang von Holz bei größeren Feuchteschwankungen ist in diesem Fall durch entsprechende Konstruktionen aber auch angepasstem Nutzungsverhalten Rechnung zu tragen.

 


21.11.2017Bestellung zum vereidigten Sachverständigen
Bestellung zum vereidigten Sachverständigen
Bestellung zum vereidigten Sachverständigen
Bestellung zum vereidigten Sachverständigen

Herr Helge Andratzek ist vereidigter Sachverständiger für das

 

- Parkettlegerhandwerk und Bodenlegergewerbe

- Raumausstatterhandwerk

- Estrichlegerhandwerk

 

und steht Ihnen somit in allen Schadensfragen als gerichtlich anerkannter Sachverständiger zur  Verfügung.

 


21.11.2017Energieberater - heute wichtiger denn je
Energieberater - heute wichtiger denn je

Unsere Büro steht Ihnen nicht nur bei Schadensfällen zur Verfügung.

Gerne ermitteln wir Ihnen als gegrüfte Energieberater den Energiewert Ihrer Immobilie und beraten Sie hinsichtlich Sanierungs- und Energieeinsparmöglichkeiten.

 

Fordern Sie uns! Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Mail.


29.11.2012Geklebtes Parkett vermindert Schall - tobende Kinder herzlich willkommen!
Geklebtes Parkett vermindert Schall - tobende Kinder herzlich willkommen!

Familie Schneider hatte sich mit dem Einzug in das alte Landhaus in einem Hamburger Vorort einen lange gehegten Traum erfüllt. Weg vom Großstadtlärm und zurück zur Natur lautete die Devise. „Als wir das Haus das erste Mal sahen, waren wir sofort hin und weg. Unsere beiden Kinder hatten sich gleich ihre Zimmer im ersten Stock ausgesucht“, erzählt Jutta Schneider. Im Erdgeschoss sind Küche, Wohnzimmer und Gästezimmer untergebracht. Hier liegt seit Jahrzehnten ein schönes, dunkles Eichenparkett.

Bei den Kindern oben hatte der Vorbesitzer noch einen neuen Parkettboden verlegt. „Das hat uns natürlich sehr gefreut. Der helle Belag passte bestens zur Kinderzimmereinrichtung“, berichtet Bernhard Schneider. Doch die Freude war schnell verfolgen. Denn springende, tanzende und tobende Kinder „kannte“ der Boden allerdings noch nicht. „Im Kinderzimmer war es dann immer ungewohnt laut, wenn die Kleinen spielten. Wir wussten erst gar nicht warum das so ist“, so der 38-Jährige weiter. Die Familie holte sich Rat bei einem befreundeten Parkettleger und der klärte sie schnell auf.

Der Bodenbelag im Obergeschoss war im Vergleich zu den unteren Räumlichkeiten nicht fest am Untergrund fixiert, also nur schwimmend verlegt. Im Holzboden entstehen durch das Springen und Toben der Kinder Schwingungen. Beim losen Kontakt des Parkett mit dem Untergrund entstehen daraus Schallwellen, die im Raum als unangenehme Geräuschkulisse wahrgenommen werden. Wird jedoch das Parkett fest auf den Untergrund geklebt, werden die Schallwellen in den massiven Untergrund geleitet und nicht mehr in den Raum reflektiert.


Familie Schneider entschied sich also für eine Renovierung. Das Parkett wurde vom Parkettleger in den beiden Kinderzimmern vollflächig mit gesundheitlich unbedenklichen, lösemittelfreien Klebstoffen verlegt. Die Klebung brachte noch weitere Vorteile: Die Fugenbildung ist minimal, und da beim Anschluss an andere Bodenbeläge keine Übergangsprofile notwendig sind, gibt’s auch keine Stolperfallen. Die Familie fühlt sich nun rund um wohl in ihrem neuen Heim. Die Kinder können in ihren Zimmern unbeschwert spielen und die Eltern genießen die Ruhe.
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Die Initiative pik st ein Zusammenschluss führender Unternehmen der Parkett-
und bauchemischen Industrie sowie des Fachhandwerks. 


26.04.2012Die fidbox - Sicherheit für Ihren Parkettboden
Die fidbox - Sicherheit für Ihren Parkettboden
Die fidbox - Sicherheit für Ihren Parkettboden
Die fidbox - Sicherheit für Ihren Parkettboden
Die fidbox - Sicherheit für Ihren Parkettboden

Immer wieder kommt es vor, dass Holzböden nach der Verlegung in den ersten Heizphasen Schüsselungen, Wellen oder vergrößerte Rissbildungen zeigen. Die Ursachen hierfür können viellältig sein. Um diese genau benennen und beheben zu können, wurde die sogenannte "fidbox" entwickelt. Die fidbox ist ein qualitätsorientiertes Kontroll-Informations- und Steuerungsinstrument für Fussböden.Es wurde erstmals ein semiaktiver RFID-CHIP mit UHF 868 MHz Frequenz mit komprimierten Temperatur- und Feuchtesensoren samt hinterlegten Algorithmus zur Umrechnung für die Holzfeuchtigkeit entwickelt. Die Energie wird aus einer eingebauten Lithiumbatterie mit einer Lebensdauer von bis zu 10 Jahren bereitgestellt (je nach Messintervallen und Datenabfragen).

Die fidbox wird an der Unterseite eines Holzfussbodens eingefräst und befestigt. Ein kombinierter Sensor misst in definierten Zeiteinheiten Temperatur und Feuchtigkeit zur Unterseite, z.B. Estrich. Die Messdaten werden gespeichert und mit einem speziell dafür gerüsteten Handheld ausgelesen und über eine dafür entwickelte Software ausgewertet.Dadurch kann im Schadensfall eindeutig festgestellt werden, wo die Ursachen für z. B. Rissbildungen liegen. Fragen Sie uns danach. Damit Sie im Falle eines Falles nicht das das Nachsehen haben und auf Ihrem Schaden "sitzen" bleiben. Bauwerk-Parkett mit eingebauter fidbox gewährleistet Sicherheit und Ihrem Parkettboden eine Vollkasko-Absicherung.


29.02.2012Mehrschicht-Parkett

Unterschiedliche Konstruktionen haben unterschiedliche Eigenschaften

Mit der Novellierung der Handwerksordnung wurde das Verlegen von Parkett und insbesondere das vollflächige Kleben für die bodenlegenden Handwerkszweige und Gewerbe freigestellt. Mit einem Marktanteil von 75 Prozent werden dabei überwiegend mehrschichtige Parkettkonstruktionen auf den Boden gebracht. Der besondere Aufbau dieser Parkettstäbe und –dielen verlangt eine genaue Kenntnis des Werkstoffes Holz und seiner spezifischen Eigenschaft. Jeder, der sich mit dem Verlegen und Kleben von Mehrschicht-Parkett professionell auseinander setzen will, sollte sich vorher ausreichend informieren. Sowohl die Parkett- als auch die Verlegewerkstoff-Hersteller bieten Aus- und Weiterbildungsseminare an, die aus unserer Sicht wertvoll und unumgänglich sind. Ohne auf die (notwendigen) Grundlagen der Holzwerkstoff- und Mehrschicht-Parketttechnologie einzugehen, verdeutlichen die folgenden zwei Fallbeispiele, dass nicht selten „der Teufel im Detail steckt“.

Einstab- Zweischicht-Parkett mit „Waschbrettstruktur“
Im ersten Obergeschoss einer Villa wurden nach Entfernen eines alten Teppichbodens der zementäre Untergrund vorbereitet und im Anschluss ein versiegeltes Einstab-Zweischicht-Parkett mit einem elastischen 1-Komponenten silan-modifizierten Klebstoff verlegt. Nach circa einer Woche zeigte sich eine „Waschbrettstruktur“ in der Oberfläche des versiegelten Walnussholzes, insbesondere bei Schräglichtwirkung. Dieses Erscheinungsbild führte zwangsläufig zur Beanstandung und somit zur sachverständigen Begutachtung. Im unverlegten Zustand zeigte ein Original-Rückstellmuster des verlegten Einstab-Zweischichtelements in der versiegelten Oberfläche des Walnussholzes keine vergleichbaren Strukturmerkmale, wie diese im verklebten Zustand vorlagen.

Bei der Prüfung der Sachlage und Situation vor Ort ergab sich kein Hinweis darauf, dass die Mehrschicht-Parkettelemente vor der Verlegung untertrocknet waren oder nach der Verlegung – durch zum Beispiel überhöhte Feuchte im mineralischen Untergrund oder aus der Raumluft – eine überproportionale Feuchtezufuhr erfahren haben und daraus resultierend Quellungen des Holzes entstanden. Bemerkenswert war, dass auch mit unverlegtem Originalmaterial die gleichen Erscheinungsbilder (Waschbrettstruktur) bei Versuchsklebungen reproduzierbar waren.

Die Überprüfung des Einstab-Zweischicht-Parkettmaterials ergab, dass die aus Eiche bestehende, massive Unterschicht der Elemente „Entlastungsschnitte“ aufweist, d.h. Einfräsungen, die die deutlich bis in die massive Nutzschicht (Wallnussholz) führen und so eine konstruktive Schwächung verursachen.
Zwangsläufig entsteht so bei geringster Veränderung der Dimension der Einstab-Zweischicht-Parkettelemente deckungsgleich zur Einfräsung eine Abzeichnung der Verformung, die messtechnisch kaum zu erfassen ist, jedoch optisch, wie zuvor gezeigt, das Erscheinungsbild in der Gesamtfläche erheblich beeinträchtigt.

Fazit:
Einstab-Zweischicht-Parkettelemente sind – auch wenn sie der DIN EN 13 489 „Holzfussböden; Mehrschicht-Parkettelemente“ entsprechen – nicht zwangsläufig gleichwertig. Der „feine Unterschied“ zeigt sich bei diesem Beispiel, wenngleich, und das ist abschließend besonders zu erwähnen, die zuvor geschilderte, produktbezogene Ursachensituation ein „Ausreißer“ ist und nicht dem Regelfall entspricht. Hätte der Verleger vor dem Kleben die Stäbe überprüft und die fehlerhafte Ausführung bemerkt, wäre ihm und seinem Kunden die Reklamation erspart geblieben.

Feuchtezufuhr aus dem Estrich
In einem alten Herrenhaus wurden auf neuen Zementestrichen Dreischicht-Parkettelemente verklebt. Nach circa sechs Wochen wurden quer zur Längsrichtung gehend wellenartige Strukturen als Verformung festgestellt. Die Überprüfung des Feuchtegehaltes des Parketts ergab Werte zwischen 12 bis 16,5 %. Entsprechend DIN EN 13 489 hat die Nutzschicht bei der Erstauslieferung eine Feuchtegehalt von 5 bis 9 % aufzuweisen. Das Parkett hatte zweifelsfrei eine Feuchtezufuhr erfahren, aus der die Quellungen entstanden. Mit bis zu 3,5 CM-Prozent Feuchtegehalt des Zementestrichs war die Ursache der überproportionalen Feuchtezufuhr schnell gefunden. Die unterschiedliche Ausprägung der wellenartigen Struktur in der Oberfläche der lackversiegelten, aus Merbau bestehenden Oberfläche ist darauf zurückzuführen, das bei gleicher Feuchtezunahme des Parkettelementes insbesondere die Stäbchenmittellage unterschiedlich quillt.

Bei detaillierter Betrachtung der Längsseiten der Mehrschicht-Parkettelemente zeigt sich nicht selten deutlich, dass sichtbare Wellenstrukturen auf der Oberfläche einen Zusammenhang mit der Lage der Jahresringe der Stäbchenmittellage (tragential oder radial) verdeutlichen. Entsprechend der Gegebenheit eines runden Baumstammes wird die Stächenmittellage überwiegend aus Mittel- und Seitenbrettern gefertigt, sodass die Lagen der Jahresringe mehrfach innerhalb des Mehrschicht-Parkettelementes vom Radialschnitt ausgehend zum Tangentialschnitt neigend vorhanden sein kann. Das Verhältnis der Schwind- oder Quellmaße im Längsschnitt (axial) eines Baumstammes zu Radial- und Tangentialschnitt beträgt ungefähr 1:10:20. Wir in der folge ein Mehrschicht-Parkettelement dieser Konstruktion untertrocknet oder überfeuchtet, werden differenzierte Quell- oder Schwindmaße der Stäbchenmittellage wirksam, sodass sich die unterschiedlichen Dimensionen, letztlich unterschiedliche Dicke der Stäbe in der Oberfläche der Edelholz-Nutzschicht abzeichnen.

Fazit:
Unabhängig davon, dass Feuchteprüf- und Feuchtemessgeräte zur Standardausstattung es Parkett verlegenden Bodenlegers gehören, ist gleichermaßen Know-how und Wissen über die Konstruktion dreischichtiger Parkettelemente von besonderer Bedeutung. Der Handel bietet aber auch Mehrschicht-Parkettqualität mit ausgesuchten Stäbchenmittellagen an, die nur aus stehenden Jahresringen bestehen, um so die Gefahr der Abzeichnung von unterschiedlichern Dickenquellung auch in Kombination mit hoher Luftfeuchte eher geringer werden zu lassen.
 


Aktuelles

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